Bootselektrik fuer Dummies
Ich bin kein Bootselektriker. Als Schüler habe ich zwar diverse Sender und Empfänger zusammengelötet, aber das ist ja Elektronik. Immerhin weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Strom wehtun kann. Ich maße mir auch nicht an, andere belehren zu wollen - die folgenden Tabellen E-Bilanz, Kabellängen und das Schema Bootselektrik sind einfach aus der Notwendigkeit heraus entstanden, den Selbstbautrimaran zu elektrifizieren und die lästige Kabellängenmesserei zu vereinfachen.
Es sind Tabellen zur Orientierung, selbstverständlich ohne Gewährleistung der Richtigkeit. Trotzdem haben sie Nutzwert für mich gehabt und etliche Fragen beantwortet. Konkret: Wieviel laufende Meter Kabel mit z. B. mit 1,5 qmm Querschnitt brauche ich eigentlich (gerechnet mal Pi durch Fensterkreuz). Über den Winter werde ich vielleicht genauere Excel-Makros kreieren. Die Excel-Tabelle E-Bilanz und Kabellängen kann bei mir für 10 DM und adressiertem Briefumschlag angefordert werden, oder, besser, weil weniger Aufwand für mich, per download umsonst von der Website des Vereins ( www.multihull-verein.de).
Ein paar Worte zur Tabelle. Die Werte für Strom in A stammen aus Prospektangaben. Nutzung Tag bzw. Nacht hängt natürlich von Ihrer aktuellen Segelphilosophie ab. Ob man die in der Tabelle aufgelisteten Verbraucher alle braucht bezweifle ich. Sie stehen drin, um Zahlenmaterial zu kriegen.
Zu den Kabellängen. Die Spannungs-Verlustzahl gibt an, ob mit 2% Spannungsverlust (0,24, für Positionslaternen und Ladeleitungen), 4% (0,48, für Anlasserleitungen) oder 7% (0,84, für sonstige Verbraucher) zu rechnen ist. Gerechnet wir nur bis 10 qmm Querschnitt (siehe Ladeleitung 40 A). Wie gesagt: Material bestellen kann man mit der Tabelle. Es hat gereicht.
Achtung: Die zulässige Belastung in Ampere eines Kabels mit gegebenem Querschnitt wird in der Tabelle nicht geprüft. Beim 2 m langen Starterkabel für 40 A werden z.B. 6 qmm errechnet; ein solches Kabel ist aber nur bis 30 A zugelassen. Bei höheren Stromaufnahmewerten muß also mit Tabellen nachgeprüft werden. Ein zweiter Aspekt ist die zulässige Absicherung des Kabels, die natürlich weniger als die Nennbelastbarkeit beträgt. Bei Mehrleiterkabeln sind die zulässigen Belastungswerte nochmals niedriger. Irgendwann im kommenden Winter, haha, schreibe ich das Excel-Makro, das einige dieser Rahmenbestimmungen berücksichtigen wird.
Download: kabeldicken.zip (11k) oder als html: Kabeldicken.html (118k)
Autor: Klaus Ehm, Keltern

