Comanche 32
Wenn man über die Comanchen schreibt, sollte man nicht die anderen Indianer vergessen. 1964 baute Rod Macalpine-Downie die erste Iroquois, die er nach den ersten Erfahrungen 1968 zur MkII verbesserte und die dann über fünfhundertmal bei Sailcraft Ltd. gebaut wurde. 1970 ging die erste Apache ins Wasser, mit 40 Fuü 10 Fuss länger als die Iroquois, aber von der Linie her eine exakte Vergroesserung, wie man auf dem Photo sieht, das bei dem glücklichen Zusammentreffen der ILWA und der PAS DE DEUX 1990 in Stralsund entstanden ist. 1973 kam die Cherokee 35 hinzu und 1978 schloss die Comanche 32 die Lücke zwischen den beiden grossen und der Iroquois.
Natürlich kamen noch andere Boote aus der Feder Macalpine-Downies, wie die British Oxygen, die 1974 mit ihrem Sieg im Round Britain Race überzeugend die Leistungsfähigkeit der Katamarane bewies, und die Crossbow, die eine zeitlang den Rekord des schnellsten Bootes unter Segeln hielt.
Sein erfolgreichstes Boot war aber zweifelsohne die Iroquois M II, mit der etliche Atlantiküber-querungen und eine Weltumseglung unternommen worden sind. Wir haben dieses Boot, die PAS DE DEUS, neun Jahre lang gesegelt und nur in der Urlaubszeit über 15000 sm zusammen bekom-men, ein flottes, lebendiges Boot, mit dem eine kleine Crew schnelle Reisen machen kann. über die vielen Iroquois, die uns im Laufe der Jahre begegnet sind, und ihre Skipper koennte man so manche interessante Geschichten erzählen... Schliesslich nach neun Jahren wurde uns die PAS DE DEUX doch zu eng; wollte man einen Pullover über den Kopf ziehen, ging man am besten ins Cockpit und im Salon auf dem Brückendeck begegnete sich die Crew immer mit grosser Hochachtung, d.h. in tiefer Verbeugung voreinander. Aber die Suche nach einem neuen geeigneten Boot stellte sich weitaus schwieriger dar, als zunächst angenommen. Wir hatten unsere Grenzen. Zwar sollte das neue Boot mehr Platz unter Deck bieten, aber mit Rücksicht auf die jährlichen Kosten für Liegeplatz und Winterlager nicht unbedingt aussen groesser sein. Zudem wollten wir unsere alte Box im Hafen behalten und die ist 5,0 m breit und keinen Zentimeter mehr. Auch das Winterlager setzte Grenzen. Das Kranbecken und der Transportwagen sollten möglichst wiederverwendet werden.
So fuhren wir durch halb Europa und sahen uns neue und gebrauchte Boote an und fanden zunächst nichts, was in unsere Box und unseren Finanzrahmen passte. Die französischen Kats waren zu breit und gebraucht meist in der Qualität unakzeptabel. Auch auf dem deutschen Markt wurde damals, im Frühjahr 1991 gerade nichts angeboten. So landeten wir mit Patrick Boyds Hilfe doch wieder bei den älteren englischen Designs und damit bei einem guten Kompromiss zwischen Groesse, Preis und Komfort eben bei der Comanche.
Irgendwann Anfang der Achtziger machte die Werft Sailcraft zu und die Formen der Indianer wurden weitergereicht und weiterentwickelt. So baute Reg White die Iroquios Mk III, etwas länger, etwas breiter, etwas hüher als die Mk II und mit zwei 60 PS Auüenbordern schnell genug zum Wasserskifahren. Die Form der Comanche wandert zu Medway Moulding und wurde dort um zwei Fuss verlängert. Comanchen wurden in verschiedenen Ausführungen gebaut, als 32 füssiger Segler mit schwenkbarem Aussenborder unter dem Cockpit oder als 34 füssiger Segler mit zwei Einbaumaschinen, mit Kielen oder mit Schwertern, mit Aufsatz auf dem Kajütendach, um volle 2 m Stehhoehe zu haben und schliesslich als Motorsegler mit zwei Maschinen und zwei Steuerständen. Wir hatten eine Comanche 34 aus dem Jahr 1988 mit Kielen und zwei Motoren, ohne Aufsatz und ohne zweitem Steuerstand erwischt.
In der Negativform der Comanche 34 wurde von Medway Moulding Boote in verschiedenen Ausbaustufen in hervorragender Kunststoffqualität ausgeliefert. Das Rigg wurde weiterhin von Sailspar in Brightlingsea geliefert, in der bewährt stabilen Ausführung wie bei allen Indianern, sodass die Boote mit dem berühmten Kenterball am Masttop zu mindest rechnerisch um 90 Grad gekentert auf der Seite liegen koennen. Ausprobiert hat es, soweit ich weiss, ernsthaft noch keiner. Vielleicht ist es auch mehr eine Glaubensfrage, Kenterball drauf oder Kenterball runter, aber das Sailspar-Rigg macht jedenfalls einen äusserst soliden Eindruck.
Bei der Comanche ist man gleich den Weg gegangen, das Kenterrisiko durch eine kleinere Segel-Fläche zu vermindern. 42 qm am Wind war für das angezielte Seegebiet, nämlich die Küstenge-wässer um England herum, gerade recht. Auf dem ruhigeren Ijsselmer, unserem Hausrevier, ist es natürlich fast peinlich, wenn alle gleichgrossen Boote bei wenig Wind an uns vorbeiziehen. Wir helfen uns damit, dass wir uns als Standardbeseglung das durchgelattete Gross, eine high-aspekt-Fock und einen Blister zugelegt haben. Den Blister setzen wir immer, sobald es die Windrichtung irgendwie zulässt, das ist bis etwa 80 Grad am Wind, und lassen ihn bis gute 4 Bft. stehen. Zu reffen beginnen wir erst bei guten 5 Bft, das ist der Vorteil der kleinen Segelfläche.
Wenn bei guten vier Windstärken gleichlange Einrumpfboote sich auf die Backe zu legen beginnen und ihre Rumpfgeschwindigkeit erreicht haben, legt die Comanche noch gut zwei Knoten zu. 9 kn am Wind und 11 kn vor dem Wind war das Höchste bisher. Beim Wendewinkel rechnen wir realistisch mit 100 Grad.
Ist einmal gar kein Wind da, was in den letzten Sommern immer häufiger vorkam, wird ein Motor oder beide gestartet; das hängt von der gewünschten Geschwindigkeit oder von der beabsichtigten Reichweite ab. Mit einem Motor läuft die Comanche bei Dreiviertellast etwa 4 kn und verbraucht 1,1 Liter pro Stunde, das entspricht theoretisch einer Reichweite von 400 sm mit den jetzigen Einbautanks. Mit beiden Maschinen führt man etwa 6 kn und verbraucht 2 l/Std. Hoechstmoegliche Geschwindigkeit ist mit den jetzt vorhandenen Propellern 7,4 kn bei knapp 4 l Verbrauch pro Stunde und viel Lärm.
Manoevvrieren mit zwei Motoren ist schon ein Luxus. Ablegen aus der Box, Anlegen in Schleusen, Motorfahrt auf schmalen Kanülen, Manoevrieren in engen Häfen, das alles wird zum Vergnügen, statt zum Nervenkitzel. Es ist fast moeglich, jeden beliebigen Punkt der Schiffsflüche zum Drehpunkt zu machen. Bei Wind nimmt man eine Spring und ein, zwei Fender hinzu und keine Lücke ist zu eng. Vor allen Dingen, überall wo man hineingefahren ist, kommt man auch wieder hinaus, eine Eigenschaft, die bei der Fülle der Boote in Hollands Hüfen immer noetiger wird. Der Cockpitboden der Comanche ist so hoch, dass grosse Menschen stehend so eben über das Kajütdach schauen koennen, kleine Menschen nicht. Daher haben wir eine Gräting ins Cockpit eingelegt, so koennen jetzt auch mittelgrosse Menschen nach vorne schauen. Beim Fahren sitzt der Rudergänger auf einem Stuhl und sieht geschützt durch das Sprayhood nach vorne. Bei überkommender Gischt braucht man sich nicht wegzuducken. Beim Manoevrieren unter Maschine besonders auf engem Raum steht der Rudergänger von seinem Sitz auf und kann alle vier Ecken im Auge behalten. Es genügt beim Manüver, die Motoren gerade im Leerlauf im Vorwärts- bzw. Rückwärtsgang ein- oder auszukuppeln, schon sieht man die Tendenz, die Bug oder Heck einschlagen, und kann sie unterstützen oder das Gegenteil machen. Kein Motorenaufheulen, kein hastiges Kurbeln am Rad, es steuert sich mit zwei Fingern.
Von seinem Platz aus kann der Rudergänger auch alle Instrumente übersehen und die Fallen und die Grossschot bedienen. Auf unserer Comanche haben wir ein Rollreff im Baum, einen Sailtainer, installiert, sehr bequem, aber der Anbau, das war eine andere Geschichte. Die Fockschoten und Travellerleinen werden auf dem Cockpitsüll bedient. Man sitzt sehr geschützt im Cockpit, die Lehnen sind im Mittel schulterhoch. Natürlich hat man von den Duchten keine gute Sicht nach vorne, weil der Aufbau im Wege ist; dafür ist man aber vor kaltem Wind und Spritzwasser geschützt. Von innen ist die Sicht nicht nach allen Seiten gleich gut, die Abtrennung der Vorderkabinen stoert. Das genügt, um im Hafen beim Kaffeetrinken das Geschehen drum herum zu beobachten. Von innen das Schiff zu steuern, was mit der Fernsteuerung des Autopiloten moeglich ist, verlangt jedoch viel Aufmerksamkeit, die toten Winkel zu beobachten. Am Kartentisch sitzt man auf einem Hocker mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, was nicht jedermanns Sache ist. Der Kartentisch wird aus dem hinteren Kajütenschott herausgeklappt und liegt auf einer kleinen Sitzbank auf, auf der sonst alles herumliegt, was man so eben mal aus der Hand legt. Man hat aber alle Geräte gut im Blick und genügend Platz für Karten und Bücher.
Auch innen wird die Comanche noch ausgebaut wie alle Indianer. Ein A-foermiger Stahlrohr-rahmen nimmt den Druck des Mastes auf und leitet ihn auf die Rümpfe, wo gleichzeitig die Zugpunkte für die Wanten sind. Diese Konstruktion bestimmt den Innenausbau: das A verschwindet unter dem Salontisch und die Püttingstreben in den Schränken. Um den Tisch herum haben 5 bis 6 nicht zu grosse Menschen Platz.
In den Rümpfen befinden sich nach vorne hin je eine Einzelkabine mit eigenem Kleiderschrank, Schaps und Tür für die Privatsphäre. Nach achtern hin je eine Doppelkabine mit grosszügigem Schrankraum und eigener Waschgelegenheit. Hier füngt allerdings der Kompromiss an, die Doppelbetten sind bei der Iroquois 105 cm, bei der Comanche 108 und bei der Apache 120 cm breit, was bei allen Indianerfans keine Scheu vor Koerperkontakt voraussetzt. Soweit die Boote zwei Motoren haben, sind die in der Regel unter den Kojen eingebaut. Will man bei laufendem Motor schlafen, braucht man schon ein dickes Fell. In der Mitte der Rümpfe in Hoehe des Salons sind auf der einen Seite die Pantry in Längsrichtung mit Backofen, Spüle und Kühlschrank und auf der anderen Seite die Toilette mit Duschmoeglichkeit und der Oelzeugschrank untergebracht.
Alle diese Einbauten sind in Bootsbausperrholz ausgeführt und mit Glasmattenstreifen mit dem Rumpf verbunden. Kunsstofformteile findet man gar nicht. Das macht die Boote sicher nicht leicht, die Comanche wiegt mit zwei Motoren, 100 l Diesel, 300 l Wasser und der gesamten Ausrüstung 5,5 t. Aber die Atmosphäre auf dem Schiff strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus. Da Segeln für uns nicht nur Fortbewegung auf dem Wasser ist, sondern auch Leben und Wohnen auf dem Schiff, ist die Atmosphüre, die ein Schiff ausstrahlt, schon wichtig für unsere Zufriedenheit.
So gesehen ist die Comanche trotz aller Abstriche, die man bei der Bewegungsmoeglichkeit unter Deck und bei der Geschwindigkeit unter Segel bei wenig Wind machen muss, ein bequemes, sicheres und gut bewohnbares Schiff.
Nach vielen Sommern Segeln auf der Nord- und Ostsee und im Englischen Kanal wuchs der Traum, einmal weiter nach Westen zu fahren, dem kalten Norden zu entfliehen, der Sonne entgegen. Beruflich war bei mir 2003/4 ein Sabbatjahr moeglich und meine Frau konnte sich beurlauben lassen. So sind wir nach entsprechender Vorbereitung im Sommer 2003 von Holland Richtung Frankreich gesegelt. In Camaret sur Mer haben wir dann auf ein günstiges Wetterfenster für die Biskaya gewartet. In viereinhalb Tagen waren wir in La Coruna. Dann weiter durch die Muros nach Lissabon. Hier mussten die Lattentaschen des Groüsegels verstürkt werden, die durch das Schlagen des Segels in der Welle bei schwachen Winden gelitten hatten. Seit dem reffen wir immer bei schwachem Wind und Welle. Das schont das Material.
Von Portugals Hauptstadt ging es gemütlich an die Algarve und wieder in einem günstigen Wetterfenster nach Madeira. Von dieser Insel sagt man, sie habe nur zwei Wochen Regen im Jahr. Leider hatten wir eine davon. La Graciosa, Lanzarote, Fuerte und Las Palmas waren im Oktober 2003 auch nicht besonders warm. Erst als wir uns den Kapverden näherten, stiegen die Temperaturen auf das gewünschte Mass. Der Wind war auf dieser Strecke günstig, er kam aus Nordost, brachte jedoch jede Menge roten Sandstaub mit, der Harmatan aus der Sahara. Noch heute haben die Fallen einen leicht roetlichen Schimmer. Auf den Kapverden bedrückte uns besonders die Armut der Leute. Sie müssen für ihre politische Freiheit viel leiden. Würen sie jetzt noch portugiesische Kolonie, künnten sie vielleicht vom Geldsegen der EU profitieren wie Martinique oder die Azoren. Bis hierher hatten meine Frau ich das Boot immer zu zweit gefahren. Für die Überfahrt in die Karibik kam mein Sohn dazu. Das war rundum eine angenehme Sache, nicht zuletzt konnte jeder von uns jetzt sechs Stunden am Stück schlafen. In siebzehn Tagen waren wir in Tobago. Leider hatten wir nur vier Tage richtiges Passatsegeln. Da kam dann unser Fallschirm zum Einsatz. In der Yacht hatte ich vor einiger Zeit davon begeistert gelesen, gleichmässiger Zug auf den Bug, weniger Ruderausschlüge für den Autopiloten und immer voll bestrahlte Solarzellen. Tatsüchlich zog er uns aber nicht schneller als der Blister, machte aber wegen der vielen Leinen mehr Arbeit.
Die Freundlichkeit der Leute auf Tobago und der Karneval in Trinidad, das waren wohl im Nachhinein die schoensten Erlebnisse der Reise. Erst musste jedoch unser Unterwasserschiff auf die Verhältnisse der Karibik eingestellt werden. Den Wasserpass haben wir ebenfalls mit Antifouling gestrichen, weil das Boot wegen all der Ausrüstung doch sieben cm tiefer lag. Chaguaramas mit seiner exzellenten Yachtindustrie bietet sich für solche Arbeiten hervorragen an. Dann ging es hinein in den Farbenrausch und die Ausgelassenheit des Karnevals... Danach folgte gemütliches Inselhopping entlang der Kleinen Antillen, für jede Insel eine Woche, Ankern vor den Doerfern, nach dem Wachwerden morgens ein Sprung ins warme Wasser, Inselerkunden mit dem Local-bus und immer wieder überraschende Erlebnisse mit freundlichen Menschen. Zum Ankern hatten wir einen 21 kp Bügelanker, der uns fast nie im Stich gelassen hat. Einmal hatte sich eine Conche, eine Muschel von der Groesse eines Fussballs, zwischen Schaft und Flunke verklemmt. Als dann mehr Wind aufkam, schlierte der Anker. Zum Glück waren wir an Bord und bemerkten es rechtzeitig. In den Passagen zwischen den Inseln blies der Passat mit 20 bis 25 Knoten und für unsere Comanche galt die Faustregel: 20 Knoten Wind bringt 8 Kn Fahrt trotz des Gewichts.
Auf Martinique begegneten wir einer Comanche 32. Die war schon dreimal über den Atlantik gesegelt und ihr Eigner bereitete gerade die vierte Überfahrt vor. Wir hatte uns St. Martin/Saint Maarten als Absprunghafen für die Azoren gewühlt. Dort ist fast alles zu haben, es gibt so etwas wie Aldi auf Französisch und man zahlt in Euro. Schon merkwürdig, wenn man in der Karibik an einer Strassenbaustelle vorbeikommt, an der auf einem Schild steht, dass dieser Kreisverkehr mit Mitteln der EU gebaut wird...
Für die Überfahrt war wieder ein Freund dabei und das war gut so, weil wir in den ersten sechs Tagen halbwinds am Passat nach Norden mussten, bis uns ein Westwind Richtung Azoren blies. Hier zeigte sich ein Nachteil unserer Comanche, halber Wind und Welle von 2 bis 3 Metern quer zum Boot, da knallt es gewaltig unter das Brückendeck. Aber wie hoch müsste denn ein Brückendeck über dem Wasser sein, damit auf einem solchen Kurs keine Schläge von unten kommen. Von einem Fountaine-Pajot Kat haben wir gehoert, dass auf dieser Strecke der Salontisch acht Zentimeter hoch sprang. Zum Abendessen, unserer Hauptmahlzeit an Bord, sind wir dann häufig für zwei Stunden beigedreht, damit die Pizza auf dem Teller blieb. Dank der guten und beruhigenden Wetterberatung von Intermar sind wir auf dem Weg zu den Azoren weder in die südlichen Flautenzonen noch in die nördlichen Sturmgebiete gekommen. So haben wir die Strecke nach Horta in neunzehn Tagen zurückgelegt bei ca. 2600 sm. Ein Bier im Peter Cafe Sport und ein Bild unserer RUNNING DEER auf die Mauer gemalt, war obligatorisch in Horta. Dann wieder Inselhopping von Festival zu Festival. Es ist schon was los im Juni auf den Azoren. Das Wetter koennte jedoch etwas trockener sein.
Die letzte Strecke zurück nach Cherbourg sind wir auch zu dritt gesegelt. Fünf Tage reicht die Wettervorhersage, aber was dann kommt, muss man nehmen. So hatte ich vor dieser Strecke eigentlich die meiste Sorge der ganzen Reise. Aber wir hatten Glück, wo wir waren, war es unangenehm aber erträglich. Die anderen hatten das Schietwetter.
Ende Juli sind wir dann nach ca.11400 sm wieder nach Holland zurückgekommen. Auch der Sommer stellte sich jetzt ein und wir konnten bei strahlendem blauen Himmel in die Schleuse zu unserem Hafen einlaufen, über die Toppen geflaggt mit allen Flaggen der Länder, die wir besucht hatten, einen Pina Colada in der Hand und Steeldrum Musik aus Trinidad im CD-Player. Der Schleusenwürter begrüsste uns und der Hafen war geschmückt. Super!
Natürlich sind wir unterwegs vielen groesseren und moderneren Katamaranen begegnet, dass wir schon neidisch geguckt haben. Aber wir sind doch mit unserem Boot nach dieser Erfahrung sehr zufrieden. Es hat seine Seetauglichkeit bewiesen, uns manchen Fehler verziehen und uns sicher nach Hause gebracht.
Autor: Peter Otte






