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Etappenreisen mit Eigneranteilen?

Etappenreisen mit Eigneranteilen?
... schlägt Jürgen Peter vor

,,Enterprise" segelt in Etappen gen Süden. Till Stegmann wird mit seiner Familie Küsten, Häfen und Städte in Ruhe erkunden, die größeren Strecken non stop mit möglichst erfahrener Crew segeln. Irgendwo an der spanischen Atlantikküste wird ,,Enterprise" überwintern und dann 1-2 Saison dort verbringen.

Während ich dies schreibe ist ,,Lovis" schon in Griechenland. Gerade etwas über eine Woche dauerte die Überführung bei winterlichen Temperaturen. Im Sommer wird er gemütlich mit seiner Frau zwischen den griechischen Inseln kreuzen. Für einen ,,Kaffee mit Ghaddafi" ist der Herbst geplant.

Es gibt weitere, ähnliche Beispiele für große Reisen in kleinen Etappen. Sie unterscheiden sich alle vom Weltreisen und Aussteigen durch ihre Zeiteinteilung, beinhalten jedoch ebenso den Reiz des Planens, fremder Länder, Reviere abseits der üblichen Charterspots, außergewöhnliche, fremde Erlebnisse. Es sind keine Urlaubsreisen mit komprimierten Freizeiterlebnissen, sondern abwechselndes Berufs- und Bordleben. Mancher schafft es sogar, das eine mit dem anderen zu kombinieren. Der Weg ist das Ziel. Viele träumen von größeren Reisen, haben aber meist kaum die Zeit, und das Geld für ein ausreichend großes Schiff. Eignergemeinschaften kommen da immer wieder ins Gespräch. Wie logisch sie auch sein mögen, die meisten sind im Streit zerbrochene.

Clubschiffe wie z.B. die ,,Peter von Danzig" vom AYC oder die ,,Zukunft" vom KYC unternahmen viele große Reisen, gesegelt in Etappen mit wechselnden Crews, um die Welt, den Atlantik oder Britannien. Dabei sind alle Reisen zeitlich begrenzte Veranstaltungen.

Oft haben wir dieses Thema diskutiert. Aus den vielen verschiedensten Erfahrungen hat sich ein System kristallisiert, das außergewöhnliche Segelreisen ermöglichen soll.

Es soll kein Kaufchartermodel, kein Chartermodel, kein Geschäftsmodell mit Gewinnabsichten sein. Ziel ist es einen größeren Segelkatamaran zu bauen, zu unterhalten und zu segeln. Der Kat soll in Größe und Ausführung optimal dem Einsatzzweck entsprechen. Die Baufinanzierung soll durch Anteile erfolgen.

Der gesamte Unterhalt, Versicherungen etc. sollen sich durch eine ,,Chartergebühr" tragen. Wer viel segelt zahlt entsprechend mehr, wer nicht segelt, zahlt nichts. Da sich diese Gebühr nur aus den Unterhaltskosten errechnet und sich auf verhältnismäßig viele Segelwochen verteilt ist sie entsprechend gering.

Wartungs- und Reparaturarbeiten sollen ausschließlich von Fachbetrieben ausgeführt werden. Dies gewährleistet, dass das Schiff immer in optimalem Zustand ist. Kein Anteilseigner muss an dem Schiff Pflichtstunden leisten.

Die Anzahl der Anteile ist flexibel, d.h. Interessenten können zu- oder Anteilseigner aussteigen und erhalten damit ihren Anteil zurück. Dies ermöglicht die Teilnahme an diesem Projekt in einem überschaubaren Zeitrahmen und bindet nicht an unbestimmte Zeit.

Vieles ist denkbar. Privatpersonen oder Unternehmen können sich beteiligen. Charterskipper können mit einem Anteil entsprechende Nutzdauer sichern und die Kojen verchartern. Firmen können Ihre Segelzeit für entsprechende Events nutzen. Vereine können Reisen im Mitgliederkreis organisieren.

Eine für 2-3 Jahre geplante Reiseroute bietet jedem Anteilseigner die Möglichkeit in ,,seinem" Traumrevier oder ,,seine" Wunschroute zu segeln. In größeren Zeitabständen ändert der Heimathafen, Urlaubsreisen wechseln mit Überführungen. Ein Jahr Spanien und Mittelmeer, ein Jahr Kanaren und Kapverden ein Jahr Karibik wäre denkbar. Aber auch mit einem festen Liegeplatz ist dieses Model möglich. Ich bin gespannt auf Kritik, Meinungen, Ideen.

Telefon (0431 330 316), Info(at)formatsystem.de

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