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Kroatien-Regeln: kein Grund zur Panik!

Ernst W. Barth: Kroatien-Regeln: kein Grund zur Panik!

Wieder einmal ging ein Grummeln durch den nautischen Blätterwald, als Kroatien neue Regeln für Yachten unter ausländischer Flagge einführte. Vom ,,Abwürgen des Yachttourismus" war gar die Rede, es wurde gewettert, gedonnert und geblitzt, daß es ein Graus war. Und warum? Weil Kroatien sich neue Maßnahmen gegen Schwarz-Vercharterer ausgedacht hatte, die inzwischen, mehrfach geändert, in Kraft getreten sind.

,,Normale" Eigner, die mit ihrer Yacht dort fahren wollen, werden auch in Zukunft wenig Probleme haben: es gilt nach wie vor, bei der Einreise oder beim Ausstellen eines neuen Permits (alte gelten bis zu ihrem Ablauf weiter!) wie bisher eine Crewliste auszufüllen. In diese Liste (und nur das ist neu) wird dann eingetragen, wieviele Crewmitglieder während der Gültigkeit dieses Permits (= 1 Jahr) an Bord genommen werden dürfen. Als Regel wird hier die Anzahl der vorhandenen Kojen als Grundlage genommen. Diese Zahl wird verdoppelt und gibt so die Höchstgrenze an. Ein Beispiel: meine Snowgoose hat gemäß Einrichtungsplan 8 Kojen. Den habe ich vorsichtshalber als Kopie aus dem Prospekt -da sind immer alle nur möglichen Kojen eingezeichnet!- mit dabei. Ich darf also 16 Personen innerhalb eines Jahres mitnehmen. Sollte mir das immer noch nicht reichen, kann mir ein Hafenkapitän noch 30% draufpacken, also nochmal 5 Leutchen, damit wäre ich bei 21 (ja, bin ich denn einHotel?)! Alle diese Leute trägt mir der nächste Hafenkapitän bei ihrer An- kunft an Bord in die Liste ein, wer das Boot verläßt, wird gestrichen. Erst, wenn ich bei Crewmitglied Nummer 21 bin, ist Schluß mit lustig...

Übrigens: die Preise für das Permit wurden gegenüber 2004 nicht erhöht und die Rabatte (10% pro Jahr bis max. 50%) bleiben erhalten.

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