Mit ANNA im Sturm
Dr. Thomas Neuber mit ANNA im Sturm:
Hatte doch südlich von Guam eine Begegnung mit dem Typhoon Nan Madol Ende Nov. letzten Jahres. Das Ding entwickelte sich östlich von meiner Position und zog mit 14kn nach WSW nördlich im Abstand von ca. 60 sm an mir vorbei.
Auch ein schneller Kat, was Anna nicht ist, kann da nicht entfliehen. Dabei waren meine Kar- ten ziemlich schlecht, denn mein Groß hatte sich in Saling Höhe verklemmt. (Dort fehlt jetzt ein etwa 20cm langes Stück der Plastik Rille für die Rutscher.)
Ich konnte nur noch beidrehen, mit der Folge: maximaler Ruder Belastung beim rückwärts Rutschen. Meine Edson Ruder Anlage besteht aus Bowden Zügen, die an einer Stelle beschädigt waren, (Plastikmantel beschädigt/Korrosionsschaden als Folge). Diese Schwachstelle gab nach.
Steuerseile zu lang geworden: Folge: Entgleisung von den Quadranten.
Es dauerte ne Weile, bis ich die Seile beiderseits nach Kürzung wieder auf den Quadranten hatte. Inzwischen hatte sich der Stb Skeg gelöst, verbliebener Anschlag für das Ruder, den ich jetzt neu aus Niro machen lasse. Murphy's Law in Reinform.
Aber trotz allem war die Erfahrung wertvoll, denn Anna lag wie ein Floß in den 45Grad Kreuz- seen. Und die wenigen Brecher, die überkamen, hat die Sprayhood, die ich verbessert hatte, prima weg genommen.
An der Brücke habe ich einen Krack unter dem A Frame entdeckt und mit Kohlefaser-Epoxy inzwischen wieder gefixt. Meine Reparatur geht slowly but flowly voran. Vielleicht bleibe ich noch eine halbe Mondphase auf dem Flach. Machts gut.Thomas

