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Multihulls auf der boot 2009

Autor Wolfgang Sorg

Trotz Wirtschaftskrise präsentierte sich die Bootsbranche in Düsseldorf wie immer in Hochglanz, die Schiffe immer schöner und größer, die Linien eleganter, rassiger aber auch immer gleichförmiger.

Ein paar Freiflächen kaschiert mit Palmen und bunten Planen lockerten das Bild etwas auf und der Rückgang der Besucher um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde mit dem Argument relativiert, dass dies überwiegend nur Boote- Gucker gewesen seien und eher keine potentiellen Kunden. Das hörte sich dann doch schon ein bisschen nach dem Pfeifen im Walde an, bei Dehler und Etap wird man es anders sehen. Dagegen zufriedene Gesichter bei den Multihullern. Das war schon ein imposanter Blick in die Mitte der Halle 17 wo 4 Tris aufgebaut waren. Dabei die Weltpremiere der Dragonfly 28, die ein sichtlich zufriedener Jens Quorning in kürzester Zeit und in letzter Minute fertig gestellt hatte. Die Linienführung wurde heftig diskutiert, aber das Gesamtkonzept mit den hohen, asymmetrischen Schwimmern, die zum Trailern nicht mehr demontiert werden müssen, fand genauso ziemlich einhellige Zustimmung, wie auch das Raumangebot unter Deck. Man darf auf die ersten Probeschläge gespannt sein. Bei 8 verkauften Einheiten wird es ja wohl bald mal eine Gelegenheit dazu geben.

Direkt daneben präsentierte Werner Stolz mit Partner Christoph Wendlandt als Weiterentwicklung des Corsair 24 den ebenfalls brandneuen DASH 750, einen schmucken Tri für Multihull-Einsteiger mit Fahrten-Ambitionen. Auffällig auch hier die voluminösen Ausleger, die gut in das stimmige Gesamtbild passen. Der Preis stimmt und dafür wird man die eine oder andere Einfachlösung akzeptieren.

Mehr als das Zehnfache kostet die erstmals gezeigte Catana 41 und dies ist „nur“ die Einstiegsversion der neuen Modellreihe. Die Meinungen waren geteilt: ein etwas klobiges Design und der massive Innenausbau sprechen wohl eher die „Schöner Wohnen“-Kundschaft als die Schnellsegler an. Daneben, eingerahmt von den Ständen der Lagoon und Fountaine Pajot, hatte Multihull Deutschland (MHD) einen professionellen Messestand aufgebaut - mit einem Astus von Christoph Wendlandt als Blickfang. Die Videos und Dias zeigten die Aktivitäten der Multihuller in Europa und ernsthaft Interessierte erhielten eine umfangreiche Mappe mit Probeheften, Flyern, etc. Ob die Messe für den Verein ein Erfolg war wird sich zeigen, wenn die in den Mappen enthaltenen Aufnahmeanträge bei Claas Schwandt eintreffen.

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